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Interview mit unserer Yoga-Lehrerin Leanna ?

Wir haben unsere Yoga-Lehrerin Leanna durchlöchert und über ihre Erfahrung und Techniken ausgefragt. Viel Spaß mit dem Interview!

Wir dürfen uns im Head Office über wöchentliches Yoga freuen, direkt nach der Arbeit im Büro, ein wahrer Luxus. Für viele ist Yoga nichts Neues. Antonia aus dem Marketing ist aber erst seit kurzem auf Yoga gestoßen, für sie ist noch alles neu. Um ihren Wissenshorizont zu erweitern, hat sie unserer Lehrerin Leanna ein paar Fragen gestellt. Die Antworten möchten wir gerne mit Euch teilen. Antonia ist auf jeden Fall schon überzeugt: Yoga trägt definitiv zu einem ausgeglichenerem Lebensstil bei, yay!

Und hier kommt das Interview mit Leanna:


Antonia: "Wann hast du mit Yoga angefangen und wie bist du zum Yoga gekommen?"

Leanna: "Ich habe 2007 zum erstmal Mal Yoga ausprobiert. Ich war neugierig und bin irgendwie beim Bikram Yoga* gelandet in Berlin Mitte. Da war ich dann gelegentlich und als ich nach New York gezogen bin, habe ich dort in Harlem das Bikram Studio ab und an besucht. Zu der Zeit noch sehr unregelmäßig, aber ich habe mehr und mehr Gefallen daran gefunden. Ich bin dann nach Brooklyn umgezogen und dort hat direkt in meinem Block ein tolles, etwas "New-age-y"*-mäßiges Studio aufgemacht. Da hab ich dann wirklich angefangen ständig zum Vinyasa* zu gehen und zu der Zeit habe ich dann auch angefangen, meine ganz eigene Yoga-Praxis Zuhause zu entwickeln. Das war dann so im Jahr 2011/12. Meine Yoga-Ausbildung habe ich dann im März 2013 gemacht - auch noch in NYC."


Antonia: "Wow, also eine stetige Entwicklung! Wie oft betreibst du Yoga?"

Leanna: "Abgesehen von meinen Kursen, wo ich mich ja auch etwas bewege, praktiziere ich Asana* (Körperübungen) sehr unregelmässig- so wie es der Zeitplan zulässt. Letzte Woche war ich 3 Mal beim Kurs, diese Woche wieder gar nicht. Ich habe einen kunterbunten Stundenplan der jede Woche ein bisschen anders ist und oft kommt einem ja auch das LEBEN dazwischen. Umso wichtiger ist dann die eigene Praxis Zuhause, wo man auch mal ein paar Minuten hier und da einbringen kann. Ein schlechtes Gewissen mache ich mir inzwischen deswegen aber nicht mehr.

Viel wichtiger sind mir allerdings eh die anderen Formen der Praxis. Hört sich kitschig an, aber damit meine ich die Art zu leben, mit sich und Anderen umzugehen, was man isst, was man denkt, welchen Input man sich gibt, wie man handelt. Diese Form der Praxis ist ein integraler Teil meines Lebens geworden, der nicht mehr trennbar ist und mich unglaublich bereichert hat. "


Antonia: "Das klingt gar nicht kitschig, eher bemerkenswert! Kommen wir zurück zur Praxis, welchen Yoga-Stil praktizierst und lehrst du und was macht ihn aus?"

Leanna: "Das ist eine gute Frage. Ich unterrichte Vinyasa Flow* und Hatha Yoga* und je nach Gruppe auch einen Mix aus Beidem. Damit fühle ich mich wohl und habe das Gefühl auch etwas mitgeben zu können. Obwohl die körperliche Praxis weniger das wahre "Yoga" ist, macht sie ja doch Spass und bringt auch wahnsinnig viel: Eine Verbesserte allgemeine Gesundheit, ein starker und zufriedener Körper, gelockerte Blockaden, ein ruhigerer Geist, die Praxis sich selbst anzuschauen. Das sind Dinge bei denen ich meine Schüler unterstütze, indem ich ihnen durch mein Da-Sein helfe, sich Raum und Zeit für sich zu nehmen. Der Rest passiert dann bei jedem selbst. Was mir allerdings sehr wichtig ist und woran ich von Anfang an festhalte - egal ob ich im Fitnessstudio bin oder im Yogastudio - sind Atemübungen. Sie haben bei mir einen Stein ins Rollen gebracht, vor allem was meine Flugangst betrifft, und das hat Wellen in den Rest meines Lebens geschlagen. Absoluter "Game-Changer"!

Meine eigene Praxis ist dagegen in ständiger Veränderung. Auch wenn ich mich immer noch gerne beim Vinyasa* auspowere und den Kopfstand übe, interessieren mich mehr und mehr Ideen, Konzepte, Philosophien (was man als Jnana Yoga* zusammenfassen kann), sowie Pranayama*, also Meditation usw., mit denen ich mich beschäftige. Vor Kurzem war ich zum Beispiel zum ersten Mal bei einer Gong Meditation, was ich zukünftig noch weiter verfolgen möchte."


Antonia: "Worauf kommt es beim Praktizieren dabei am meisten an bzw. was hälst du für wichtig, um Erfolge zu spüren?"

Leanna: "Ich denke das Wichtigste ist, dass man achtsam bleibt und auf sich und sein Bauchgefühl hört. Wir lassen uns alle viel zu sehr von Aussen beeinflussen. Und dann natürlich dran bleiben, weitermachen, wieder aufstehen, an sich selbst glauben.

Dazu kommt dann ein fortlaufendes Reflektieren. Die Selbstreflektion und ein ewiges warum, warum, warum (...empfinde ich so, denke ich das, mache ich das) ist einer der wichtigsten Schritte meiner Meinung nach, um sich weiterzuentwickeln. -> Warum will ich unbedingt den Spagat können? Warum esse ich Dinge, die mir nicht gut tun? Warum bin ich eifersüchtig? Warum macht mich das sauer? Und dann auf die Antwort vielleicht nochmal ein Warum geben und noch tiefer schauen. Darüber habe ich persönlich sehr viel gelernt- zumindest solange man ehrlich zu sich sein kann." 


Antonia: "Eine Stunde Yoga in der Woche soll schon zu mehr innerer Gelassenheit führen. Wie kann ich Yoga in meinen Alltag integrieren?"

Leanna: "Ich denke dazu passt ein bisschen meine vorherige Antwort. Yoga ist nicht nur Sport. Eine Atemübung kann man auch zwischendurch machen, wenn man zum Beispiel aufgeregt ist, um sich runterzufahren. Mal kurz vom Schreibtisch aufstehen und eine Vorbeuge reinschieben, um den Rücken und Nacken etwas zu entlasten und die Beinrückseiten zu dehnen, wenn man sich gerade etwas eng im Körper fühlt. Ein Kopfstand oder eine "Krähe" oder ein "Baum" im Park. Ein bisschen die Augen schliessen und nach Innen schauen auf einer Bank in der Mittagspause. Und ein tägliches "Wie geht es mir eigentlich und warum?". Das sind alles kleine Anker, die man sich im Alltag schenken kann. Achtsamkeit braucht keine Yogamatte."


1. <3

Antonia: "Hast du Menschen in der Yoga-Szene, die dich besonders inspirieren? Wer sind deine wichtigsten Lehrer?"

Leanna: "Besonders beeindruckt hat mich mein Lehrer Fedrico aus dem Lotos Yoga in Friedrichshain. Er weiß wahnsinnig viel, weil er Hatha Yoga* wirklich lebt. Ich mag seinen Ansatz sehr, der sich damit befasst, wie man die Yoga Philosophie, die ja manchmal auch sehr "spacey" sein kann, in den Alltag und das "echte" Leben integrieren kann. Er hat außerdem ein großes Herz und einen diebischen Humor. :)"


Antonia: "Welches Buch sollte ich unbedingt lesen, um mich über Yoga zu informieren?"

Leanna: "Ich mochte die "Autobiografie eines Yogi" von Yogananda sehr. Leicht zu lesen und super interessant. Ausserdem ist "Light on Yoga" von Iyengar ein toller Einblick in die Yogalehre und natürlich ein Klassiker der Yoga-Lektüre."


Antonia: "Was sind deine Yoga-Tipps in Berlin? Gibt es tolle Studios, die wir unbedingt ausprobieren sollten?"

Leanna: "Ich mag natürlich die Studios sehr, in denen ich unterrichte. Das ist zum Einen das Lotos in Friedrichshain (dort gibt es sogar zwei Federicos, die beide toll sind) und zum Andern das Delta mit zwei Locations, eine in Friedrichshain und die andere in Mitte. Dort gehe ich gerne zu Hanna und Ulrike.

Ansonsten kann ich auch die Quelle des Mitgefühls in Hermsdorf empfehlen, die regelmäßig Achtsamkeits-Abende gestalten mit Meditationen, leichten Körperübungen und Austausch.


Antonia: "Was ist dein wichtigster Tipp für Yoga-Schüler?"

Leanna: "Probier dich ruhig erstmal ein bisschen aus, welcher Stil dir zusagt, welche Lehrer du magst, welche Richtung dich anspricht, was für dich funktioniert. Und dann gilt dran bleiben. Federico hat mal so schön verbildlicht: Wenn du einen Berg besteigen möchtest, schau ruhig erstmal, welcher Weg für dich passt, aber dann bleib bei einem, sonst wirst du nie oben ankommen. Da versteht man ganz gut, warum es wichtig ist, nicht immer hin und her zu springen, sondern seine Energie auch mal zu konzentrieren.

Trotzdem bleib neugierig und offen, besonders für die Dinge, die über die tolle Figur hinausgehen, denn das sind die Dinge, die wirklich dein Leben verändern werden." 


Danke Leanna für das tolle Interview und die Gänsehaut-Momente! <3


*

Pranayama // Atemübung

Asana // Körperübung

Bikram Yoga // Bikram Yoga ist eine Serie von 26 Yoga-Übungen, die in einem heißen Raum praktiziert werden.

New-agey // Sehr bezogen auf Gesundheit, veganer Lebensstil und einer sehr esoterischen Haltung.

Jnana Yoga // Streben nach Erkenntnis der letzten Wahrheit. Zuhören, Reflexion und Meditation stehen im Vordergrund.

Vinyasa Flow // Beschreibt u.a. den Vorgang, den Atem zu mit einer Reihe an Yogastellungen zu synchronisieren.

Hatha Yoga // Es ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen (Asanas), durch Atemübungen (Pranayama) und Meditation angestrebt wird. Beispiel Kopfstand. Es greift aber auch in alle anderen Lebensbereiche, wie Ernährung, Haltung zu andere, usw.


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