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    Interview mit Gründerin Andrea Dahmen zum Weltfrauentag

    Falls Du Andrea Dahmen noch nicht kennst: Sie hat zusammen mit Christoph Munier das Unternehmen Kauf Dich Glücklich gegründet und ist nach wie vor verantwortlich für alles, was bei uns passiert. Angefangen mit einem Waffel-Café in Berlin haben die beiden später die 19 Concept Stores und den Online Shop ins Leben gerufen, die Du in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München, Münster, Nürnberg, Stuttgart und Wien findest. 2011 kam dann auch noch die eigene ?Kauf Dich Glücklich?-Kollektion dazu und die stetige Produzentenpflege in ganz Europa. Jede Menge Arbeit, die Andrea aber viel Freude bereitet. Wir haben Andrea anlässlich des Weltfrauentags mal ein paar Fragen gestellt, wie es sich anfühlt, Unternehmerin zu sein.


    Andrea, du bist seit 15 Jahren Unternehmerin. Was sind deine Erfahrungen in Bezug auf Geschlechterrollen und Diskriminierung von Frauen in der Berufswelt?

    Ich persönlich hatte bisher nur wenig Probleme, da ich bereits während meines Studiums zusammen mit Christoph Kauf Dich Glücklich ins Leben gerufen habe und so von Anfang an meine eigene Chefin sein konnte. Die Zusammenarbeit mit Christoph ist sehr unkompliziert und wir haben immer zu gleichen Teilen ein Mitspracherecht. Dennoch fallen mir kleine Unterschiede auf: Wenn zum Beispiel Lieferanten ins Büro kommen, wird oft gefragt, wo der ?Chef? sei. Ich lächele dann freundlich und teile ihnen mit, dass ich Ihnen gerne weiterhelfen kann. Bei uns ist es immer wieder schön zu sehen, dass viele unserer Mitarbeiterinnen gerne mit anpacken und männerdominierte Arbeiten wie die Arbeit in der Werkstatt und den Ladenumbau lieben.


    Glaubst du, dass es Frauen schwieriger in Führungspositionen haben?

    Definitiv ja! Ich glaube, dass Frauen immer mehr bringen müssen als Männer und sich in Führungspositionen stärker beweisen müssen. Vor allem in Entscheidungsprozessen wirkt es oft so, als würden Männer eher gehört werden. Ich hatte auch mit Christoph mal eine Situation. Wir haben einen Vortrag gehalten und im Publikum saßen ausschließlich Geschäftsmänner. Am Ende konnten Fragen gestellt werden, die fast nur an Christoph gingen und nicht an mich. Da bin ich mir meiner Rolle als Frau sehr bewusst geworden.

    Zum Glück war es nur eine Ausnahme, insgesamt bekomme ich Situationen wie diese nur selten zu spüren. In der Mode sind Geschlechterbilder glücklicherweise aufgelockert und man kann sich so geben, wie man sein möchte. Auch unsere MitarbeiterInnen haben immer die Freiheit, so zu sein wie sie möchten, ganz unabhängig vom Geschlecht. In anderen wirtschaftlichen Bereichen stelle ich mir das ganz anders vor, vor allem auch, weil hier die Kleidung und das äußere Erscheinungsbild eine größere Rolle in Bezug auf die Wahrnehmung von Autorität spielt. Bei uns kann sich jeder so anziehen, wie er will, und wird dabei ernst genommen.


    Was bedeutet für dich Gleichberechtigung?

    Für mich bedeutet Gleichberechtigung, dass sich Frauen und Männer gleichermaßen einbringen können - ganz unabhängig vom Geschlecht und ihren persönlichen Unterschieden. Für mich hat jeder Mensch ganz spezifische Eigenschaften, die er nutzen kann und sollte, wobei keine der Eigenschaften ?besser? oder ?schlechter? ist. Man sollte sie nutzen und in ein gesundes Miteinander einbringen und nicht als Maß und Art der Durchsetzungsfähigkeit verwenden. Leider scheint es nach wie vor verbreitet zu sein, dass Sensibilität als weiblich und eher schwach ausgelegt wird und Autorität meist mit männlichen Eigenschaften verknüpft wird. Das sollte und muss sich bald ändern!


    Wo siehst du Frauen in 10 Jahren?

    Ganz klar in führenden Positionen. Die Welt braucht mehr Frauen, vor allem auch in den medial sichtbaren Führungspositionen. Nicht nur um ein Zeichen zu setzen, dass sich etwas verändert, sondern auch, um Kompetenzen zu nutzen und um neue Perspektiven zu schaffen. Eine ausgewogene Geschlechterverteilung trägt meiner Meinung viel dazu bei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.


    Wenn du an deine 12-jährige Tochter denkst, gab es schon einmal Situationen, wo das Thema Geschlechterbilder eine Rolle gespielt hat? Wie vermittelst du ihr das Thema Gleichberechtigung?

    Für mich ist es wichtig, solch komplexe Themen auf natürliche Art und Weise zu vermitteln. Ich erzähle meiner Tochter oft von meinen eigenen Erlebnissen und Erfahrungen, ganz tabufrei, damit sie offen für die Welt ist und im Alter nicht überrascht wird. Im Jugendalter sind Geschlechterrollen ein großes Thema, da es hier auch oft um Äußerlichkeiten und Attraktivität geht. Ich versuche hier, ihr mitzugeben, dass sie sich geben und kleiden kann, wie sie will und dabei niemandem gefallen muss, sodass sie ihr Selbstbewusstsein auf ihrer eigenen Persönlichkeit aufbauen kann. Generell versuche ich auch immer, mit meinem Handeln Vorbild zu sein.  


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